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Unwetterwarnungen

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)
10.04.2013 : Frühjahrsübung in Großwallstadt

Gefahrgutübung des LZG - Nord in Großwallstadt

Am Mittwoch, 10.04.2013 fand in Großwallstadt die erste gemeinsame Übung des Löschzug Gefahrgut - Nord statt. KBM Helge Killinger aus Sulzbach suchte sich hierfür das Großwallstädter Freibad als Übungsobjekt aus. Unter den „kritischen Blicken“ der Übungsbeobachter Jürgen Dietz (ICO),  KBI Hauke Muders, den Kommandanten aus Obernburg, Wörth, Miltenberg und dem Großwallstadter Bürgermeister Roland Eppig absolvierten ca. 70 Feuerwehrfrauen und -männer eine umfangreiche Großübung.

Lage:

10.04.2013, ca. 18.45 Uhr

Zwei Mitarbeiter des Freibades „Main Auen Badewelt“ schließen zum Saisonauftakt die Chlorgasflaschen im sog. Chlorraum an. Dabei unterläuft ihnen ein Fehler beim Einlegen der benötigten Dichtung und es strömt unbeabsichtigt das giftige und ätzende Gas aus. Erste Versuche den Fehler selbst zu beheben schlagen fehl und beide Mitarbeiter brechen bewusstlos im Chlorraum zusammen.

Bei einer Gaskonzentration  über 5 ppm löst die Chlorgaswarnanlage selbsttätig aus und es ertönt ein Hupsignal. Ein weiterer Mitarbeiter eilt daraufhin herbei… Und schon befindet sich eine weitere verletzte Person im Bereich Vorraum/Lager neben dem Kiosk.

Der Bademeister  verständigt daraufhin „die Feuerwehr“ und die Leitstelle Untermain löst Alarm aus für den Löschzug Gefahrgut Nord (LZG-Nord):

 

 

Es rücken aus

FF Großwallstadt: MZF, HLF, WLF AB-Umwelt, TLF, LF 16 TS mit SWA

FF Obernburg: LKW Dekon P

FF Wörth: MZF, HLF, RW 2,  zusätzlich TLF und LKW-L

FF Miltenberg: WLF AB-Atemschutz/Strahlenschutz

FF Bürgstadt: GW-G

Die Feuerwehr Großwallstadt als erst eintreffende und örtlich zuständige Wehr übernahm die Einsatzleitung. Da für das Objekt „Main Auen Badewelt“ ein Einsatzplan vorliegt, waren die ersten Informationen über örtliche Gegeben-heiten, Gefahren und Maßnahmen beim Freiwerden von Chlorgas und 1. Hilfemaßnahmen schnell zur Hand. Es wurden drei Einsatzabschnitte gegründet und die sog. Raumordnung hergestellt. Hierbei hat sich der Leitfaden für ABC-Einsätze, den die FF Großwallstadt für „ihre“ Gefahrguteinsätze erarbeitet hat, bestens bewährt. Schnell waren die Arbeitsbereiche und die Großwallstädter Fahrzeuge eingeteilt und  die nachrückenden Wehren konnten reibungslos den einzelnen Abschnitten zugeordnet werden.

Den Einsatzabschnitt  „Menschenrettung und Gefahrenabwehr“ bildete: HLF und AB-Umwelt aus Großwallstadt, die FF Wörth, Bürgstadt und Miltenberg.

Sechs Zweiertrupps rüsteten sich mit CSA-Vollschutzanzügen aus und retteten die Verletzten aus dem Gefahrenbereich. Die defekte Druckgasflasche wurde mit dem Notfall-Set aus dem GW-G abgedichtet und das sich ausbreitende Chlorgas mit Sprühnebel niedergeschlagen. Die Messung der Schadstoff-konzentration erfolgte mittels Prüfröhrchen.

Dem Einsatzabschnitt „Dekontamination“ gehörten  TLF und AB-Umwelt aus Großwallstadt und die FF Obernburg an. Die Versorgung der Verletzten übernahm die FF Großwallstadt, während die Obernburger die zurückkehrenden CSA-Träger reinigte.

Im Einsatzabschnitt „Unterstützung“ verlegte die Mannschaft des LF 16 TS eine B-Leitung von der Oberen Fährgasse bis zur Einsatzstelle. Anschließend unterstützten sie ihre Kameraden bei weiteren Aufgaben.

Nach etwa 2 Stunden waren die geforderten Aufgaben erledigt und alle Teilnehmer trafen sich im Großwallstädter Feuerwehrhaus. Bei der anschließenden Nachbesprechung zeigte sich Helge Killinger durchwegs zufrieden mit dem Ablauf der Übung und der Zusammenarbeit „seines“ LZG – Nord. Zum Abschluss lud die FF Großwallstadt  alle Übungsteilnehmer  zu einem Imbiss ein.

Aus Sicht der Großwallstädter Wehr verlief die Übung sehr erfolgreich. Besonders am Dekonplatz hat sich schon eine gewisse Routine eingespielt, und so lief hier alles „wie am  Schnürchen“. Trotzdem konnten wir noch einige Tipps und Tricks von unseren Obernburger Kameraden abschauen. Übungen solchen Umfangs bringen neue Erfahrungen und Erkenntnisse mit sich. Und so wurden nach der Übung nicht nur tagelang Planen, Foliensäcke, Schutzanzüge, Zelt und Stiefel gereinigt, getrocknet, gedreht, gewendet, verpackt und wieder auf den Fahrzeugen verstaut. Auch Verbesserungsvorschläge müssen diskutiert und in unser ABC-Konzept aufgenommen werden.

 

Weitere Berichte und Bilder: Kreisfeuerwehrverband Miltenberg und FF Obernburg

Bericht: Schwarzkopf Eva

 

 

 

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